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Salt Lake City 2002
 
Im Jahr 2002 fanden nach St. Louis (1904), Squaw Valley (1960) und zweimal Lake Placid (1932 / 1980) Olympische Winterspiele bereits zum fünften Mal auf amerikanischem Boden statt – dieses Mal in Salt Lake City, Utah. Die Stadt hatte sich am 16. Juni 1995 bei der finalen Wahl im Rahmen der 104th IOC Session in Budapest mit 54 Stimmen gegen Östersund (Schweden / 14 Stimmen), Sion (Schweiz / 14 Stimmen), und Quebec City (Kanada / 7 Stimmen) durchgesetzt.
 
Während des Events wurden in insgesamt 78 Wettbewerben die Olympiasiegerinnen und -sieger ermittelt. So auch in der Sportart Skeleton, die als Disziplin in das olympische Programm zurückkehrte, und im Zweierbob-Wettbewerb der Frauen, der in Salt Lake City erstmals ausgetragen wurde. Zum Start des Sport-Highlights traten 2399 Athleten (886 Frauen, 1513 Männer) aus 77 Nationen an.
 
 
„Möge sich das innere Feuer entzünden“
Den Startschuss zu den XIX. Olympischen Winterspielen gab US-Präsident George W. Bush am 8. Februar 2002 im Rice-Eccles-Stadion in Salt Lake City vor 55.000 Zuschauern. Das Motto der stimmungsvollen Feier: „Miracleon Ice". Zum ersten Male in der Geschichte Olympias entfachte eine Mannschaft das Olympische Feuer. Zuteil wurde diese Ehre dem US-Eishockey-Team, das bei den Olympischen Spielen von Lake Placid 1980 Gold gewonnen hatte. Sie sollten symbolisch – getreu dem Leitgedanken der Spiele – das „innere Feuer entzünden“ („Light the fire within“). Nicht einmal fünf Monate nach den Terroranschlägen vom 11. September fanden das traditionelle Eröffnungs-Zeremoniell sowie die letzten Meter des olympischen Fackellaufes durch Salt Lake City unter extremen Sicherheitsbedingungen statt.
 
 
Olympia bewegt die Massen
Das große Interesse der Menschen am sportlichen Highlight im Februar 2002 wurde nicht nur durch die hohe Anzahl an Besuchern dokumentiert, sondern manifestierte sich gleichzeitig in dem enormen Zuspruch vor den Fernsehbildschirmen. Zu den durchschnittlich 70.000 Besuchern, die täglich die Wettbewerbe vor Ort besuchten, kamen zusätzlich insgesamt mehr als 2,1 Milliarden Zuschauer in 160 Ländern, die das sportliche Geschehen vor dem TV-Gerät verfolgten.
 
 
Starker Auftritt – das deutsche Team mit Medaillen-Rekord
Die Nationenwertung konnte die deutsche Olympiamannschaft zwar nicht gewinnen, dennoch gelang ihr eine wahre Meisterleistung, die bisher unübertroffen blieb. Die Athleten in Schwarz-Rot-Gold erreichten im Verlauf der Wettkämpfe insgesamt 36 Medaillen: 12 Mal Gold, 16 Mal Silber und 8 Mal Bronze – olympischer Rekord bei Winterspielen. Das deutsche Ensemble wurde im Medaillenspiegel lediglich durch die Norweger übertroffen (13 Gold / 5 Silber / 7 Bronze). Den dritten Platz belegten die Gastgeber aus den USA mit 10 Mal Gold, 13 Mal Silber und 10 Mal Bronze.
 
 
Zahlen & Fakten der Olympischen Spiele von Salt Lake City
  • die olympische Flamme legte 13.500 Meilen zurück, bevor das Feuer am 8. Februar 2002 in Salt Lake City entzündet wurde

 

  • 2399 Athleten aus 77 Nationen kürten ihre Sieger in 78 Wettbewerben (15 Disziplinen / 7 Sportarten)

 

  • Athleten aus 25 Nationen errangen in 16 Tagen insgesamt 234 Medaillen

 

  • 13 offizielle Weltrekorde wurden aufgestellt
 
  • insgesamt verfolgten die Olympischen Spiele 2002 2,1 Milliarden Menschen in 160 Ländern vor den Bildschirmen

 

  • 1,5 Millionen Tickets wurden verkauft
 
  • an den Wettkampfstätten fieberten täglich im Durchschnitt 70.000 Besucher live mit
 
  • 22.000 freiwillige Helfer sorgten rund um die Spiele für einen reibungslosen Ablauf
 
  • über die Wettkämpfe auf Schnee und Eis berichteten 8730 Medienvertreter (2661 Print- und 6069 Rundfunk-Medien)
 
  • der Erlös aus dem Verkauf der TV-Rechte betrug 727 Millionen Dollar
 
  • das Budget der Spiele betrug 1,13 Milliarden Dollar

 

Das Deutsche Haus in Salt Lake City 2002
In Salt Lake City gab es erstmals bei Olympischen Spielen zwei Deutsche Häuser. Das Haupthaus in Salt Lake City sowie eine Außenstelle in Park City. Dort fanden die Bob- und Schlittenwettbewerbe sowie das Skispringen und Snowboarden statt. Im benachbarten Heber (Soldier Hollow) gingen die Biathleten und die Sportler der Nordischen Wettbewerbe an den Start. Die Entfernung zwischen Salt Lake City und Park City betrug etwa 40 Autominuten.
 
 
Zwischen Alumni House und Racquet Club
In Salt Lake City hatte die Deutsche Sport-Marketing das Alumni House auf dem Campus der University of Utah angemietet. Das Gebäude war täglich von circa 18 Uhr bis etwa 2 Uhr für die Besucher geöffnet und verfügte neben dem Pressekonferenzraum des NOK über einen Hospitality-Bereich sowie über je eine Business- und eine Athleten-Lounge. Das Alumni House diente  täglich als Bühne für die Pressekonferenzen des NOK. Darüber hinaus boten ein Reise-Counter von Dertour und Lufthansa sowie das Internet-Café von T-Online ihre Services an.
 
Das Deutsche Haus in Park City befand sich im Racquet Club. ARD und ZDF richteten sich dort für die Dauer der Spiele ein Studio für aktuelle Interviews mit Sportlern ein, die direkt von den benachbarten Wettkampfstätten ins Deutsche Haus kamen. Auch im Racquet Club stand den Besuchern ein eigener Hospitality-Bereich zur Verfügung. Insgesamt 7000 Gäste fanden in diesen Tagen den Weg ins Deutsche Haus.
Salt Lake City 2002
Athen 2004
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Vancouver 2010
London 2012


 
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