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Turin 2006
 
Die Olympischen Winterspiele 2006 wurden vom 10. bis 26. Februar in Turin und den umliegenden Bergregionen ausgetragen. Die italienische Stadt ist mit 900.000 Einwohnern die größte, die je den Zuschlag für Winterspiele erhielt. Im Pitch um die Ringe triumphierte Turin bei der 109. IOC-Session am 19. Juni 1999 in Seoul mit 53 zu 36 Stimmen über Sion (Schweiz).
 
 
Noch mehr Rekorde
2.550 Athleten, so viele wie nie zuvor bei Olympischen Spielen auf Schnee und Eis, vertraten 85 Nationale Komitees. Dabei konnten 26 verschiedene Nationen Medaillen mit nach Hause nehmen – ein weiterer Rekord in der Geschichte der Winterspiele. Hitverdächtig war auch die Konstruktion, die das Olympische Feuer trug: Mit insgesamt 57 Meter Höhe und bestehend aus drei Segmenten war es das größte seiner Art beim olympischen Kräftemessen der Wintersportler.
 
 
Das Feuer brennt
Am 10. Februar um kurz nach 22 Uhr entzündete die ehemalige Langläuferin Stefania Belmondo im Namen des Gastgeberlandes das Olympische Feuer vor 35.000 Menschen im Turiner Stadio Olimpico. Bis zu zwei Milliarden Menschen verfolgten die stimmungsvolle Eröffnungsfeier weltweit vor den Bildschirmen. Zu den prominentesten Gästen der Zeremonie zählten 45 Staats- und Regierungschefs, unter ihnen Bundespräsident Horst Köhler. Als 32. Land von 85 Nationen zog die deutsche Mannschaft - angeführt von Biathlon-Olympiasiegerin Kati Wilhelm als Fahnenträgerin - ins Stadion ein. 6000 Künstler gestalteten die Auftaktveranstaltung der Spiele, die unter dem Motto „Passion lives here“ stand.
 
 
Deutsche Athleten am erfolgreichsten
Bereits am Wettkampf-Tag eins wartete das deutsche Team mit einem Überraschungs-Coup auf. Der Nordische Kombinierer Georg Hettich ersprang und erlief die erste Goldmedaille für die schwarz-rot-goldenen Farben. Zehn weitere sollten im Verlauf der drei nächsten Wochen folgen. Dazu kam bis zum Ende der Spiele noch 13 Mal Silber und sechs Mal Bronze – mit  einer Ausbeute von 29 Medaillen war die deutsche Olympiamannschaft in Turin nicht zu toppen. Die erfolgreichsten Sportler waren die Biathleten. Kati Wilhelm holte einmal Gold und zweimal Silber, Michael Greis stand sogar dreimal ganz oben auf dem Treppchen.
 
 
Das TV-Trio zu Turin (v.l.): Hartmann, Kerner und Schmidt
Turin als Quotenhit
Für ARD und ZDF bildeten die Winterspiele von Turin als erstes Sport-Highlight des Jahres einen erfolgreichen Start 2006. Die tägliche Dosis betrug bei den beiden Sendern bis zu 19 Stunden, 14 davon live. Dabei dienten zwei Digital-Kanäle neben den Hauptprogrammen als zusätzliche Plattformen. Die höchsten Quoten erzielten die Bob-Fahrer im Eiskanal von Cesana mit 10,16 Millionen (Zweierbob) beziehungsweise 10,15 Millionen (Viererbob) Zuschauern.
 
 
Zahlen & Fakten der Olympischen Spiele von Turin:
  • 2550 Athleten traten in 84 Entscheidungen an (15 Disziplinen, 7 Sportarten)
 
  • die Wettbewerbe wurden von 1,5 Millionen Besuchern live an den insgesamt 8 Austragungsorten verfolgt
 
  • circa 3,1 Milliarden Menschen in 200 Ländern sahen die Übertragungen vor den Fernsehen
 
  • insgesamt 900 Stunden Weltbild wurden den übertragenden Sender zur Verfügung gestellt
 
  • deutschlandweit konsumierten die Sportfans im Durchschnitt  9,5 Stunden Olympische Winterspiele täglich
 
  • rund 20.000 freiwillige Helfer aus aller Welt haben ihren Beitrag zum Gelingen der Spiele beigetragen
 
  • die Medien berichteten mit 10.500 Vertretern aus den Bereichen Presse, Hörfunk und TV aus Turin
 
Das Deutsche Haus Turin 2006
Sestriere bildete bei den Olympischen Winterspielen nicht nur den Schauplatz für die meisten Wettbewerbe. Im Herzen des Wintersportortes, 100 Kilometer von der Olympiastadt Turin entfernt, war auch das Deutsche Haus beheimatet. Mit Blickweite auf das olympische Dorf, die Slalomstrecke, das Glasstudio der ARD und das Mountain IBC.
 
 
TV-Kulisse, Partymeile, Businessplattform
Mit der Errichtung des Deutschen Hauses in Italiens Bergen realisierte die Deutsche Sport-Marketing gemeinsam mit Lippsmeier & Partner, der Messe Düsseldorf und Fertigbau Haas ein ambitioniertes Projekt. In Athen 2004 konnte mit der Deutschen Schule eine bestehende Einrichtung als Heimstatt für das Deutsche Haus genutzt werden. Bei der Winterausgabe der Spiele entstand hingegen ein neuer Gebäudekomplex – in zentraler Lage. Die Grundfläche des Restaurants „Il Ritrovo“ wurde durch Neukonstruktionen auf 900 Quadratmeter ausgeweitet. So bot das Deutsche Haus auf zwei Ebenen Service und Unterhaltung für 650 Gäste täglich.
 
Besonderer Reiz für die Besucher des Deutschen Hauses: Sie konnten die Late-Night-Zusammenfassungen von ARD und ZDF live als Studiogäste verfolgen. Gemäß dem Slogan der Öffentlich-Rechtlichen saßen die Besucher des Deutschen Hauses auch in Sestriere in der ersten Reihe.
 
Salt Lake City 2002
Athen 2004
Turin 2006
Beijing 2008
Vancouver 2010
London 2012


 
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