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Spiele-Vergabe nach dem Prinzip "one bid, one city"
Highlight für die paralympische Bewegung

 
Alle vier Jahre kommen die Sportler mit körperlicher Behinderung zu den Paralympischen Spielen zusammen. Nicht zu den Paralympics gehören die „Deaflympics“ für Gehörlose und die „Special Olympics“ für Menschen mit kognitiver Behinderung.

Seit Soul 1988 finden die Paralympics regelmäßig am selben Austragungsort und an den selben Wettkampfstätten wie die Olympischen Spiele statt. Eine Vereinbarung nach dem Prinzip „One bid, one city“ wurde aber erst 2001 getroffen und hat zu Peking 2008 erstmals offiziell gegriffen. Demnach schließt eine Olympia-Bewerbung automatisch die Ausrichtung von Paralympics ein, und zwar durch ein gemeinsames Organisationskomitee (OCOG).
 

Emontionaler Beginn der Paralympics 2008

Die Integration wird zudem in der Vermarktung sichtbar. Das IPC hat dem örtlichen Organisationskomitee gegen eine garantierte Gebühr sämtliche Marketingrechte übertragen: am Fundraising, Ticketing, Licensing, lokalem Sponsoring, Werbung an den Wettkampfstätten (soweit laut IPC- und IOC-Richtlinien erlaubt) und – zum ersten Mal – auch an der weltweiten TV-Vermarktung.

Zu Peking gingen in 20 Sportarten über 4000 Athleten aus 150 Nationen an den Start – eine neue Bestmarke in der Geschichte des Events. Das gilt gleichermaßen für die mediale Präsenz: Allein ARD und ZDF transportierten rund 100 Stunden paralympischen Sport nach Deutschland, womit die Sendezeit von Athen 2004 verzehnfacht wurde. Das deutsche Paralympics-Team holte 59 Mal Edelmetall, darunter 14 Mal Gold, 25 Mal Silber und 20 Mal Bronze. 

Sir Philipp Craven, seit 2001 Präsident des IPC
Das internationale Dach des Behindertensports
 
Die Verantwortung für die Organisation und Entwicklung der Behinderten-Spiele trägt seit 1989 das Internationale Paralympische Komitee (IPC), mit Hauptsitz in Bonn. Sein Präsident ist seit 2001 der Brite Sir Philip Craven, einst Rollstuhlbasketballer und Goldmedaillengewinner bei den Paralympics. Neben den Spielen koordiniert die paralympische Dachorganisation zudem die Weltmeisterschaften in den 12 Sportarten, die es vertritt.
 
Höchste Entscheidungsinstanz ist die Generalversammlung, in der unter anderem die rund 160 Nationalen Paralympischen Komitees und die vier internationalen Behindertensportverbände vertreten sind: für Athleten mit Cerebralparese (CPISRA), Sehbehinderte (IBSA), geistig Behinderte (INAS-FID), respektive Rollstuhlfahrer und Amputierte (IWAS).
 
Das IPC vereint derzeit 162 Nationale Para-lympische Komitees

Marketingeinnahmen inklusive Spenden sind die wichtigste Geldquelle des IPC, das seine Rechte von der Sommer- bis Winterausgabe der Paralympischen Spiele und umgekehrt vergibt. Neben Visa, Samsung, Atos Origin sowie dem vierten Weltpartner Otto Bock zählen die „Golden Patrons“ Deutsche Telekom und Allianz zu seinen wichtigsten Förderern.